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Rechte Arbeitnehmer: Nacht- und Schichtarbeit
SchichtarbeitDie Arbeit im Schichtdienst stellt für Körper und Psyche eine Belastung dar.

Im Arbeitsrecht sind die Regeln für die Schichtarbeit klar geregelt. Die Anzahl der tätigen Menschen in Schichtarbeit steigt kontinuierlich, nach Angaben des Statistischen Bundesamtes arbeiteten im Jahr 2011 sechs Millionen der Beschäftigten im Schichtdienst – 2001 waren es zum Vergleich nur 4,8 Millionen Menschen.

Folgen für die Gesundheit

Für die Gesundheit ist die Schichtarbeit auf Dauer sehr belastend, führen die damit verbundenen Bedingungen beispielsweise zu Irritationen der inneren Uhr. Zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden zählen u. a. chronische Schlafstörungen als auch Magen-Darm-Probleme. Hier greifen gesetzliche Regelungen, die die Gesundheit des Arbeitnehmers schützen sollen: Z. B. müssen sich zwei Arbeitnehmer nach einem vom Arbeitgeber konzipierten Plan ablösen.

Vorschrift: 11 Stunden Ruhezeit zwischen den Schichten

Angelehnt an den „normal“ Angestellten gilt auch für im Schichtdienst arbeitende Menschen, dass sie pro Tag durchschnittlich acht Stunden arbeiten dürfen. Zudem muss zwischen den Schichten eine Ruhepause von elf Stunden bestehen. Bei Verstößen gegen diese Richtlinien sollten Sie sich nicht davor scheuen, den Betriebsrat aufzusuchen.Wenden Sie sich bei Problemen umgehend an den Betriebsrat! Hier können Sie auch Ihre Vorstellungen unterbreiten, wie der Schichtdienst gestaltet sein soll. Der Betriebsrat hat hinsichtlich der Gestaltung des Schichtdienstes ein Mitspracherecht, dennoch liegt das letzte Wort beim Arbeitgeber.

Anspruch auf ärztliche Untersuchung

Gegen den eigenen Biorhythmus zu arbeiten, ist auf Dauer für den Körper überaus ungesund; Körper und Geist sind tagsüber auf entsprechende Leistungen eingestellt, nachts auf Erholung und Ruhe. Außerdem fehlen wichtige Tief- und Traumschlafphasen. Personen, die regelmäßig im Zeitraum von 23:00 bis 6:00 tätig sind, haben gesetzlich alle drei Jahre Anspruch auf eine ärztliche Untersuchung. Die Kosten muss nach Paragraf 6 des Arbeitsgesetzes der Arbeitgeber tragen. Wenn Sie das 50. Lebensjahr erreicht haben oder aber für ein Kind von unter zwölf Jahren sorgen müssen, steht Ihnen eine jährliche Untersuchung zu. Nutzen Sie diese Möglichkeit! Der Paragraf regelt außerdem, dass bei der Feststellung einer Gesundheitsgefährdung Anspruch auf einen Tagesarbeitsplatz besteht.

Kennzeichen einer ordnungsgemäßen, guten Schichtarbeit:

  • ergonomischer Schichtplan (angelehnt an arbeitswissenschaftliche Kenntnisse)
  • begrenzte Schichtarbeitszeit
  • erhöhte Belastung = Zeitausgleich (bezahlte Pausen, verkürzte Jahresarbeitszeit etc.)
  • arbeitsmedizinische Vorsorge
  • Weiterbildungsmöglichkeiten
  • gesunde Ernährung zur Unterstützung des Körpers
  • evtl. Schichtzulagen als ökonomischen Ausgleich

 

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